Der zweite Blick - Sind wir zu oberflächlich?

von Bettina Förster

Freitag, 16.06.2017

Brille
Manchmal braucht es einen zweiten Blick

Man macht sich ja schon so seine Gedanken vor dem ersten Date oder vor dem Partybesuch am Wochenende: Wie sehe ich aus? Was ziehe ich an? Das äußere Erscheinungsbild ist nicht unwichtig

Bettina Förster hat den Trend der Äußerlichkeiten in ihrem Beitrag hinterfragt. Im Gespräch mit der Theologin Andrea Strübind wird deutlich, dass wir Menschen als Ebenbild Gottes grundsätzlich mit einer Würde ausgestattet sind, die unantastbar ist. Egal, wie teuer unsere Uhr ist oder wieviele Paar Schuhe wir im Schrank stehen haben.

Und diese Überlegung gilt auch in den noch größeren Kategorien: Die Menschwürde ist sogar im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland fest verankert.

Der Artikel 1 garantiert die Unantastbarkeit eben dieser Würde des Menschen.

Die Idee der Menschenwürde ist also schon ziemlich alt, denn Gott bezeichnet den Menschen schon in der Schöpfungsgeschichte der Bibel als sein Ebenbild. Die Gottesebenbildlichkeit, die schon im frühen Christen- und Judentum gelehrt wurde, ist so etwas wie der Vorläufer der im Grundgesetz verankerten Menschenwürde.

Der biblische Autor Paulus hat das folgendermaßen auf den Punkt gemacht:

Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr seid ´einer´ in Christus Jesus. (Galater 3,28f)

Freitag, 16.06.2017