Eine alte Kaffeemühle und Gott

von Klaus Knorrek

Donnerstag, 22.02.2018

Eine Kaffeemühle
Alte Kaffeemühlen sind wieder angesagt

Von wegen ´Das Alte taugt nichts mehr´ - gerade Gegenstände aus Omas Zeiten sind wieder sehr begehrt. Egal ob es der alte Küchentisch, der massive Schrank oder das Porzellangeschirr ist; sowas wird noch lange nicht aussortiert

Die nostalgische Kaffeemühle zum Beispiel. Die wird immer noch gerne benutzt und sieht schick aus. Genauso wie die historischen Wind- oder Wassermühlen. Früher kam unser Autor Klaus Knorrek im Münsterland auf dem Weg zur Arbeit jeden Tag an einer renovierten Wassermühle vorbei. Auf einem der alten Mühlsteine, der an der Mühle angelehnt stand, war ein alter Spruch eingraviert:

-  Zitat: „Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sehr, sehr fein.“

Er hat sich informiert und erfahren, dass es auch heißen kann, dass Gottes Mühlen gerecht mahlen. Gemeint war, dass auf lange Sicht kein Unrecht verborgen bleibt, sondern aufgedeckt und verurteilt wird, weil der Mahlstein ja immer wieder beharrlich über die gleichen Körner hinweg rollt, bis alles zu feinem Mehl wird.

Es macht also auch im übertragenen Sinn, geduldig zu sein, obwohl uns die Dinge oft nicht schnell genug gehen können.  Das Bild der sich unaufhörlich drehenden Mühle, bewegt durch die Kräfte der Natur, macht deutlich:

Geduld zahlt sich aus. Etwas klein zu mahlen macht Arbeit und kostet Zeit … Aber das Ergebnis ist oft einfach ausgereifter – wie frisch gemahlener Kaffee.

 

Donnerstag, 22.02.2018