Jugend auf Tour

von Christof Beckmann

Dienstag, 03.07.2018

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Bild: Thomas Andonie, BDKJ-Bundesvorsitzender, Foto: KiP-NRW

Thomas Andonie vom BDK ist begeistert von dem, was sich in den 17 angeschlossenen Jugendverbänden tut. Mit 660.000 Mitgliedern stellen sie eine Menge auf die Beine: Allein rund 20.000 machen sich allein in NRW mit den Organisationen auf in die Ferien ....

Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ): Der Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und –organisationen zählt insgesamt rund 660.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7-28 Jahren. Der BDKJ ist einer der größten Jugendverbände im Deutschen Bundesjugendring (DBJR), dessen Vorsitzende Lisi Maier ist, die BDKJ-Bundesvorsitzende.
Gegründet wurde der BDKJ 1947 in Hardehausen im Erzbistum Paderborn. Er ist organisiert in Kommunen, Kreisen, Bundesländern und im Bundesgebiet sowie in kirchlichen Territorien wie Dekanaten, Regionen und in 26 Deutschen Bistümern. Er vertritt die katholische Jugend unter anderem im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), aber auch in Politik und Gesellschaft. Laut seiner Bundesordnung will der BDKJ Mädchen und Jungen zu kritischem Urteil und eigenständigem Handeln aus christlicher Verantwortung befähigen und anregen. Dazu gehört der Einsatz für eine gerechte und solidarische Welt. Er versteht sich als gesellschaftliche Kraft in der Kirche und wirkt bei der „Entwicklung von Kirche, Gesellschaft, Staat und internationalen Beziehungen” mit. Außerdem kümmert sich der BDKJ um die Absicherung der finanziellen Förderung und unterstützt diese als Dachorganisation in vielen Belangen. Der BDKJ-Bundesvorstand besteht derzeit aus Lisi Maier (BDKJ-Bundesvorsitzende), Katharina Norpoth (BDKJ-Bundesvorsitzende), Thomas Andonie (BDKJ-Bundesvorsitzender) und Pfarrer Dirk Bingener (BDKJ-Bundespräses).

Unser Gesprächspartner: Thomas Andonie wurde auf der Hauptversammlung 2017 zum BDKJ-Bundesvorsitzenden gewählt und war zuletzt beim Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration in der Organisationseinheit Radikalisierungsprävention. Thomas Andonie kommt ursprünglich aus der Kolpingjugend und war von 2011-2016 BDKJ-Diözesanvorsitzender in Regensburg. Kontakt: BDKJ-Bundesstelle, Carl-Mosterts-Platz , 40477 Düsseldorf, Tel. 0211 / 46 93-0, Fax 0211 / 46 93- 120, E-Mail: info(at)bdkj.de, Internet: www.bdkj.de

Apostel Thomas: Thomas gehörte zum Kreis der Apostel, der zwölf engsten Jünger Jesu, und war bis zu seiner Berufung Fischer. Er stammte aus Galiläa und starb 72 n. Chr. wahrscheinlich in Kalamina, dem heutigen Mailapur bei Madras in Indien. Dort wird auch sein Apostelgrab verehrt. Bekannt sind seine Zweifel an der Auferstehung Jesus und sein Wunsch, selbst handgreiflich die Auferstehung zu überprüfen: Als Jesus ihn auffordert, seine Wundmale zu berühren, glaubt er und bekannte „Mein Herr und mein Gott!“ Er verließ Jerusalem um 40 n. Chr. und kam über den heutigen Iran, Irak, Afghanistan und Belutschistan im Jahr 53 nach Nordindien, reiste nach einer späteren Legende an der südwestlichen Küste Indiens entlang und kam nach Madras, wo er durch eine Lanze starb. Der größte Teil seiner Reliquien wurde im 3. Jahrhundert an einem 3. Juli - daher der heutige Gedenktag - nach Edessa in der heutigen Türkei - übertragen. 1218 kamen Reliquien auf die griechische Insel Chios, später nach Ortona in den Abruzzen, wo sie bis heute aufbewahrt werden. Zahlreiche Wallfahrtsstätten in Süd-Indien beziehen sich auf sein dortiges Missionswirken beziehen. Er ist u.a. Patron von Ostindien, Portugal und Goa, der Architekten und aller Bauarbeiter, aber auch der Theologen.
Bis zur Änderung auf dem römischen Generalkalender 1970 war sein Gedenktag der 21. Dezember. Er ist der Tag der Wintersonnenwende und damit der kürzeste Tag des Jahres. Die Nacht vom 20. auf den 21. Dezember, die Thomasnacht, die längste Nacht des Jahres. An diesem Tag erreicht die Sonne ihren tiefsten Stand über dem Horizont im Jahreslauf.
Die alten christlichen Kirchen Indiens betrachten den Apostel Thomas bis heute als ihren Gründer. Bis zur portugiesischen Handelsexpansion gab es über Jahrhunderte keinen Kontakt zur römischen Kirche. Sie entwickelten ihren eigenen Ritus und hatten seit dem achten Jahrhundert einen eigenen Metropoliten. Während der Zeit der Latinisierung von Gottesdienst und Frömmigkeitsformen spaltete sich die indische Kirche ab 1653 in mehrere Gruppen auf. Mehr: Homepage der Indischen Metropolie der „Kirche des Ostens“, Homepage der „Malankara Syrisch-Orthodoxen Kirche“

Dienstag, 03.07.2018