Laute Stille: Wofür beten?

von Niklas Buhr

Montag, 09.04.2018

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Wofür beten? Das fragen sich viele, die es selten probiert haben. Aber offensichtlich gibt es einige Gründe, wenn man sich umhört. Und wie geht das dann? Fragen in der Fußgängerzone und Antworten von Bibelwissenschaftler Markus Tiwald ...

INFO: Es geht überall, immer, alleine und mit vielen gemeinsam. Beten - Ausdruck der Gottesverehrung und damit ein Grundelement aller Religionen. Aber wie, was und wofür? Ganz gute Tipps gibt es in der Rubrik „Zehn Tipps für ein gutes Gebet“ bei www.katholisch.de: Den richtigen Ort finden, nehmen Sie sich Zeit, Gott ist Ihr Freund, aus dem Schatz der Kirche schöpfen, Rituale helfen, Beten Sie frei von der Leber weg, Beten ist kein Ponyhof, Einfach mal gar nichts sagen, Sie sind nicht allein – und ganz schlicht: Amen. In der Rubrik „Unsere Gebete“ sind grundsätzliche Fragen, aber auch alle möglichen Gebete versammelt, die man sich mal ansehen kann.

Unser Gesprächspartner: Univ.-Prof. Dr. Markus Tiwald, geboren 1966 in Güssing, Burgenland / Österreich, studierte 1986-1993 Katholische Theologie in Wien und Lyon/Frankreich. Nach dem Diplom wurde er 1994 zum Priester geweiht und war Kaplan in Maria Enzersdorf bei Wien. 1995-1998 ging er für ein Lizentiatsstudium am „Studium Biblicum Franciscanum“ nach Jerusalem und wirkte ab 1997 als Universitätsassistent am Institut für Neutestamentliche Bibelwissenschaft der Universität Wien. Seiner Promotion zum Dr. theol. schloss er eine Ausbildung zum Psychotherapeuten an, übernahm eine Gastprofessur an der päpstlichen Universität Antonianum in Rom, war Kolumnist bei der Tageszeitung „Kurier“ und Autor für zahlreiche Rundfunksendungen, zugleich Privatdozent in Wien und Pfarrer in Wien-Floridsdorf. 2007 habilitierte sich Tiwald für das Fach „Neutestamentliche Bibelwissenschaft“ an der Katholisch-Theologischen Fakultät Wien, übernahm 2008 eine Vertretungsprofessur für das Fach „Biblische Theologie und ihre Didaktik / Schwerpunkt Neues Testament“ an der Universität Duisburg-Essen und wurde zum Universitätsprofessor ernannt. Neben Mitgliedschaften in zahlreichen wissenschaftlichen Vereinigungen ist er seit 2012 Vorstandsmitglied des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. Dort ist er auch tätig in der seelsorgliche Begleitung der Studierenden durch Gottesdienste an der Katholischen Hochschulgemeinde.
Kontakt: Univ.-Prof. Dr. Markus Tiwald, Lehrstuhl Neues Testament, Katholische Theologie, Universität Duisburg-Essen, Universitätsstraße 12, R12 T04 E13, 45141 Essen, Tel. 0201 / 183-3491.

Letzte Veröffentlichungen:
Wanderradikalismus: Jesu erste Jünger – ein Anfang und was davon bleibt. (ÖBS 20). Frankfurt am Main: Peter Lang, 2002 (331 Seiten); Das Frühjudentum und die Anfänge des Christentums: Ein Studienbuch. (BWANT 208). Stuttgart: Kohlhammer, 2016 (367 Seiten).; Die Logienquelle: Text, Kontext, Theologie. Stuttgart: Kohlhammer, 2016 (208 Seiten).

Montag, 09.04.2018