Misereor: Fastenaktion nimmt Fahrt auf

von Christof Beckmann

Samstag, 18.03.2017

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Noch genau einen Monat läuft die Misereor Fastenaktion 2017 – bis zum 5. Fastensonntag am 17. April 2017 präsentiert die diesjährige Kampagne Menschen, die etwas tun. „Die Welt ist voller Ideen - Lass sie wachsen“ ist das Motto ...

INFO: Das an Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana sowie an die Elfenbeinküste grenzende Burkina Faso ist das diesjährige Beispielland der Misereor Fastenaktion 2017. Sie ist unter das Leitwort „Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen" gestellt. Im Mittelpunkt stehen die Lebensbedingungen und der Innovationsgeist der Kleinbauern, die am Rande der Sahelzone, ideenreich und mit neuen Methoden höhere Einkommen erwirtschaften und damit die Ernährung und Versorgung für sich und ihre Familien sicherstellen. Von den insgesamt über 18 Millionen Menschen leben 43 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze von einem US-
Dollar pro Tag. Knapp ein Drittel der Bevölkerung ist unterernährt. 


Insbesondere die Existenz der Viehhalter ist immer wieder durch die hohen Importzahlen von Milchpulver bedroht. Auch die Landwirtschaft trägt bei Kleinbauern nicht zur Sicherung der eigenen Ernährung bei. 54 Prozent der Bauern können ihren Eigenbedarf nicht über die eigene Produktion decken. 
Da aufwändigen Lösungen der internationalen Agrarforschung nur auf die industrielle Landwirtschaft zugeschnitten sind, arbeitet seit 1990 die MISEREOR-Partnerorganisation DIOBASS an Antworten auf auf lokaler Ebene. Sie unterstützt Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Burkina Faso bei der selbständigen Entwicklung von Innovationen, die ihren Bedürfnissen der kleinbäuerlichen Landwirtschaft gerecht werden.

Unser Gesprächspartner: Markus Perger, Leiter des Referats Mission, Entwicklung und Frieden von der Abteilung Weltkirche im Generalvikariat des Erzbistums Köln, Marzellenstraße 32, 50668 Köln, Tel. 0221 / 1642-1624, Sekretariat: Birgit Rath, E-Mail: markus.perger@erzbistum-koeln.de.

Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor: Misereor mit Sitz in Aachen ist das weltweit größte kirchliche Entwicklungshilfswerk. Es wurde 1958 auf Vorschlag des damaligen Kölner Kardinals Josef Frings von den deutschen katholischen Bischöfen als Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt gegründet. Der Name bezieht sich auf das Jesuswort im Markus-Evangelium „Misereor super turbam“ („Ich erbarme mich des Volkes“). Zusammen mit Partnern in Afrika, Asien und Lateinamerika will Misereor Hilfe zur Selbsthilfe leisten und das Bewusstsein für Ursachen von Armut, Not, Ungerechtigkeit und Unterentwicklung in den Entwicklungsländern schärfen. MISEREOR-Projekte leistet Hilfe zur Selbsthilfe, berät und fördert Kleinbauern, setzt sich für Menschenrechte ein, bildet Jugendliche in zukunftsfähigen Berufen aus und unterstützt Kleingewerbe mit Mikro-Krediten. Seit 1958 hat MISEREOR über 106.000 Entwicklungsprojekte in 139 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien mit über 7 Milliarden Euro gefördert. MISEREOR ist Mitglied im „Bündnis Entwicklung Hilft“. 
Im Jahr 2015 erzielte MISEREOR Gesamteinnahmen in Höhe von rund 191,3 Millionen Euro. Davon stammten 59,2 Millionen Euro aus Kollekten und Spenden, 7,7 Millionen Euro aus kirchlichen Haushaltsmitteln und 122,3 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln des BMZ.

Im Rahmen der Fastenaktion berichten internationale Gäste von MISEREOR-Partnerorganisationen aus Burkina Faso vom 26. Februar – 4. April in vielen deutschen Städten und Gemeinden, in Schulen und in Pfarrgemeinden über ihre Arbeit und ihre Erfahrungen. Der 5. Fastensonntag am 2. April steht als MISEREOR-Sonntag zum Höhepunkt der Fastenaktion im Zeichen der bundesweiten Kollekte in allen katholischen Pfarrgemeinden für die Arbeit von MISEREOR.

MISEREOR-Spendenkonto: 10 10 10, Pax Bank Aachen, BLZ 370 601 93, IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC GENODED1PAX; Internet: www.misereor.de, Pressemeldungen: www.misereor.de/presse; MISEREOR-Blog: www.misereor.de/blog; Twitter: www.twitter.com/misereor; Facebook: www.facebook.com/misereor

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