Ove ist ein Problem-Nachbar

von Peter Becker

Freitag, 03.06.2016

Ove
Nachbr Ove ist ein ganz spezieller Fall.

Haben Sie auch so einen Nachbarn, einen, der einem das Leben vergrault mit seinem ewigen Genörgele und seiner Besserwisserei? Dann ist der Film "Ein Mann namens Ove" wie für Sie gemacht.

Ove lebt eigentlich in einer idyllischen Vorstadtsiedlung. Trotzdem hat der betagte Pedant immer was zu meckern. Seinen Ärger bekommen regelmäßig seine Nachbarn ab, deren Fehltritte er mit akribischem Fleiß aufschreibt: Er meldet Falschparker, wühlt in den Mülltonnen, um die korrekte Mülltrennung durchzusetzen, und schimpft auf jeden, der seinen gepflegten Rasen betritt.

Das seltsame Verhalten Oves hat jedoch einen sehr traurigen Grund. Vor kurzem ist seine geliebte Frau verstorben. Der Rentner hat ihren Tod nie überwunden und versucht, sich seinerseits das Leben zu nehmen. Dabei hat Ove bereits zahlreiche missglückte Selbstmordversuche hinter sich, die bisher immer durch höhere Gewalt verhindert wurden. Eines Tages beschließt er sich zu erhängen. Doch auch diesmal wird Ove gestört. In das leerstehende Nachbarhaus zieht eine neue Familie ein, die kurzerhand Oves Briefkasten mit ihrem Auto umnietet. Ove verschiebt erstmal seine Selbstmordpläne, um die Eindringlinge ordentlich zurechtzuweisen. Stattdessen passiert etwas Erstaunliches: Die neue Nachbarin Parvaneh kann hinter die Fassade des depressiven Rentners schauen.

Die schwarzhumorige Komödie wurde von dem schwedischen Regisseur Hannes Holm inszeniert. Die Hauptrolle des kauzigen Ruhestandlers übernimmt der schwedischen Charakterdarsteller Ralf Låssgard. In Deutschland ist der Schauspieler als Kommissar Kurt Wallander in den Henning-Mankell-Krimis bekannt.

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Freitag, 03.06.2016