Wie im Krimi – Biblische Bösewichte

von Michael Nitzke

Mittwoch, 21.03.2018

Schuss in der Fensterscheibe
Krimis gehen oft nicht gut aus

Die Bibel wird auch als Heilige Schrift bezeichnet. Aber die Menschen, um die es in der Bibel geht, sind oft alles andere als heilig; im Gegenteil: Einige biblische Personen haben ordentlich Dreck am Stecken

Michael Nitzke hat ein Beispiel:

„Im Krimi siegt am Ende immer das Gute!“ – Das ist meine Ausrede, wenn ich es mir beim Tatort oder bei der Soko gemütlich mache. Doch am Ende, wird es oft ungemütlich. Gerade haben die Ermittler den Fall gelöst, und auf einmal macht der Täter seinem Leben selbst ein Ende. Der Abspann läuft: Das Böse hat sich selbst besiegt.

Neulich habe ich gesehen, wie eine Kommissarin einen Täter erfolgreich davon abgehalten hat, vom Dach zu springen. Der Film war zu Ende, aber die Geschichte beschäftigte mich weiter. Wird dieser Mensch wieder am Leben teilnehmen können? Wird er für seine Kinder noch ein guter Vater sein können? Kann er für andere Menschen noch jemals ein Vorbild sein?

In der Bibel stehen auch so einige Krimis. Da sind oft DIE Menschen zu positiven Leitbildern geworden, die eine dunkle Seite in ihrem Lebenslauf hatten. Mose war so einer. Er konnte nicht mit ansehen, dass das Volk Israel in Ägypten in der Sklaverei leben musste. Er hatte einen der Sklaventreiber erschlagen. Das ging den Menschen zu weit, sie wollten ihm nicht vertrauen. Doch Gott gab gerade Mose eine große Aufgabe: Er wurde der Chef des Volkes Israel.

Jesus hat sich auch meistens mit Menschen umgeben, die ordentlich Mist gebaut haben. Und er brachte viele dazu, ihr Leben zu ändern. Ein neuer Anfang ist möglich, denn Gott schenkt Vergebung.

In manchen Krimis blitzt diese Hoffnung von einem neuen Anfang kurz auf. Ich würde mir mehr davon wünschen, damit am Ende wirklich das Gute siegt.

Mittwoch, 21.03.2018