Achtung Baustelle – Wie der Himmel schon hier entsteht

von Sandra Sternke-Menne

Samstag, 11.08.2018

Baustellenschild
Manchmal regt eine Baustelle die Inspiration an

Sie entschleunigen an Stellen, an denen wir es so gar nicht gebrauchen können – Die Baustellen. Und bei uns in NRW wird gefühlt immer irgendwo gebaut. Für Sandra Sternke-Menne ist eine Baustelle zur Inspiration geworden

Auf dem Weg in den Urlaub könnte ich viel schneller unterwegs sein, wenn sie nicht wären: Die Baustellen.

Schon Kilometer vorher heißt es: Achtung: Runter vom Gas! Aus drei Spuren werden zwei. Das Tempo verlangsamt sich und ich trete auf die Bremse.

Baustellen sind nötig, alles muss einmal neu entstehen oder in die Jahre gekommenes überarbeitet werden. Da ist Geduld und Gelassenheit gefragt.

Mir fällt es oft schwer, gerade in einer Baustelle gelassen zu bleiben. 

Letztens, als ich mal wieder in einer Baustelle stand, kam mir ein Wort des Priesters Wilhelm Willms in den Sinn:

„Wir Menschen sind die Baustelle des Himmels. Der Himmel muss geträumt werden.“

Ich bin Teil eines großen Ganzen, ich lebe nicht für mich selbst und da ist Rücksicht und Gelassenheit gefragt, sicherlich auch eine Portion Mut. Das gilt für die Baustelle auf der Autobahn, aber auch für die Baustelle des Himmels. Wo auch immer der Himmel sein mag, ob weit weg oder gerade mitten unter uns, er bleibt hier bei uns auf Erden unvollkommen.

Solange wir aber im Bewegung bleiben, Gelassenheit üben, Träume versuchen in die Tat umzusetzen und Hoffnung haben, dass wir nicht alleine bauen, sondere andere und Gott mit Hand anlegen, kann unser Leben gelingen. Es kann bunter und schöner werden und irgendwann ist dann auch der Weg frei auf der Fahrbahn des Lebens.

Mit diesen Gedanken hat sich die Wartezeit in der Baustelle gar nicht mehr so schlimm angefühlt.

Samstag, 11.08.2018