INFO: Bonifatius wurde 672/73 als Sohn einer Adelsfamilie im Königreich Wessex in England mit dem Namen „Wynfreth“ geboren und trat gegen den Willen seines Vaters ins nahe gelegene Benediktinerkloster Exeter ein. Mit 30 Jahren wurde er Priester, Abt in Nursling und verfasste als Lehrer für Grammatik und Dichtung Bibelauslegungen, die erste englische Grammatik der lateinischen Sprache und Gedichte. 716 endete eine Missionstätigkeit in Friesland erfolglos, 718 aber erhielt er von Papst Gregor II. den Auftrag, in den deutschsprachigen Ländern das Evangelium zu verkünden. Mit dem neuen Namen „Bonifatius“ kehrte er über Bayern und Thüringen nach Friesland zu Bischof Willibrord in Utrecht zurück und begann 721 seine Mission in Hessen und Thüringen.
722 in Rom zum Missionsbischof geweiht, nahm er die Neuordnung der Kirche im Süden und Osten des späteren Deutschlands in Angriff und gründete zahlreiche Kirchen und Klöster. 732 wurde Bonfatius von Papst Gregor III. zum Erzbischof und päpstlichen Vikar des Ostteiles des Frankenreiches ernannt. In diesem Amt gründete und reorganisierte er u.a. die Bistümer Salzburg, Passau, Regensburg, Freising, Würzburg, Büraburg bei Fritzlar und Erfurt. Gegen viele Widerstände legte Bonifatius, ab 746 Bischof von Mainz, damit die Grundlagen für die katholische Kirche in den deutschsprachigen Ländern. Am 5. Juni 754 wurde er auf Missionsreise nahe dem friesischen Dokkum ermordet und in seinem 744 gegründeten Kloster Fulda, der späteren Reichsabtei, bestattet.
Seit 1867 treffen sich die deutschen katholischen Bischöfe zu ihrer Herbstvollversammlung an seinem Grab im Dom zu Fulda. Zu seinem 1250. Todesjahr 2004 erinnerten zahlreiche Veranstaltungen an den „Apostel der Deutschen“ und „Wegbereiter des Abendlandes“, die deutschen Bischöfe legten bei ihrer Herbstvollversammlung (20.-23. September 2004) am Ort seiner Grablege als „Vision für eine Neuevangelisierung Deutschlands“ ein „Wort aus Fulda „ vor. Heute, am 4. Juni, begeht das Bistum Fulda das Bonifatiusfest (www.bistum-fulda.de ).
Buchtipp: Lutz E. von Padberg, Christianisierung im Mittelalter. Hrsg. WBG Darmstadt, Lizenzausgabe K. Theiss Verlag Stuttgart, 2006, ISBN 3-8062-2006-9.
UNITAS-Verband: Der 1855 gegründete Verband der Wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine UNITAS (UV) ist mit seiner bis 1847 zurückreichenden Geschichte der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband in Deutschland. Der rund 4.000 Mitglieder zählende Einheitsverband ist an über 30 deutschen Universitäten mit gemeinsamem Statut und den Prinzipien „virtus, scientia, amicitia“ (Tugend, Wissenschaft, Freundschaft) vertreten. Jeder der 46 örtlichen UNITAS-Studenten- und Studentinnen-Vereine mit Studierenden aller Fakultäten führt ein eigenes Semesterprogramm mit religiösen, wissenschaftlichen und geselligen Veranstaltungen durch. In den Statuten sind neben dem Lebensbundprinzip die Patrone St. Maria Immaculata, der Hl. Thomas von Aquin und der Hl. Bonifatius (Fest: 5. Juni) mit den dazu gefeierten Vereinsfesten und die Art der Pflege des Wissenschaftsprinzips festgehalten, die den Unitas-Verband bis heute prägen. Zahlreiche Mitglieder des 1938 verbotenen Verbandes erlitten KZ-Haft, zu den bekanntesten Opfern aus dem Unitas-Verband zählen die von den Nationalsozialisten ermordeten seliggesprochenen Mitglieder und Priester Georg Häfner aus Würzburg sowie Johannes Prassek und Eduard Müller, die zu den Lübecker Märtyrern gehören. Die Unitas ist Mitglied des BdkJ und der Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV).
Der Bundesverband versammelte sich vom 24.-26. Mai 2024 unter dem Leitwort „Die Schöpfung bewahren – Klimafrieden schaffen“ zu seiner 147. Generalversammlung in Osnabrück. Anlass war das 125-jährige Bestehen des örtlichen Vereins W.K.St.V. Unitas Sugambria. Neben Wahlen, Plenar- und Gremiensitzungen stand eine Resolution im Mittelpunkt, die sich unter dem Titel „Demokratie schützen“ vom wachsenden Extremismus distanzierte.
Kontakt: Verband der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine UNITAS e.V., Jan-van-Werth-Str. 1, 41564 Kaarst (Büttgen), Tel. 02131 / 271725, Fax 02131 / 275960, E-Mail: vgs@unitas.org, Internet: www.unitas.org ; Facebook: https://www.facebook.com/UnitasVerband/ .
Unser Gesprächspartner: Pastor Tobias Spittmann, Jg. 1976, stammt aus dem Tal der Wupper, wurde in der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius in Barmen getauft, gefirmt und war aktiv bei den PUERI CANTORES, den Ministranten und in der Jugendarbeit der Gemeinde. Der aktive freiwillige Feierwehrmann der Löschgruppe Brenkhausen war als Missionar auf Zeit (MAZ) in Brasilien auf der Fazenda da Esperança, kam in Neuss in Kontakt mit dem Unitas-Verband und wurde Mitglied der Unitas Hetania in Würzburg. Im Anschluss an das Diplom in Theologie (Würzburg) und das Diplom in Religionspädagogik (Paderborn) absolvierte er sein Diakonat 2007-2008 in St. Bonifatius & St. Elisabeth Herne und wurde im Mai 2008 zum Priester in der Erzdiözese Paderborn geweiht. Nach Primiz am 11. Mai 2008 in St. Walburga Werl und Vikarstelle 2008-2012 im Pastoralverbund Fredeburger Land übernahm er 2012-2014 die Vikarstelle im Pastoralverbund Heiligenberg Höxter, zugleich das Amt des KLJB-Diözesanpräses. Er ist Geistlicher Begleiter und Pastor im Pastoralverbund Corvey zu Höxter, zudem Bundespräses des Verbands der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine Unitas. Kontakt: Pastor Tobias Spittmann, Propsteistr. 3, 37671 Höxter, Tel. 05271 / 92 16 79, E-Mail: tobias.spittmann@pv-corvey.de, Homepage: www.tobias-spittmann.de .
Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ): Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Im Bundesverband organisiert sind: Bund der St. Sebastianus Schützenjugend (BdSJ), Christliche Arbeiterjugend (CAJ), Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Jugendverbände der Gemeinschaft Christlichen Lebens (J-GCL), Katholische Junge Gemeinde (KjG), Katholische Landjugendbewegung (KLJB), Kolpingjugend , Katholische Studierende Jugend (KSJ), Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), Quickborn Arbeitskreis , Unitas-Verband , mit beratender Stimme: Aktion West-Ost , Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV), DJK-Sportjugend , Internationaler Bauorden , Schönstatt-Mannesjugend (SMJ). Sitz ist seit 1947 das 1908 als Sekretariat des Katholischen Jungmännerverbandes Deutschlands (KJMVD) gegründete Jugendhaus Düsseldorf. Es ist zugleich die Landesstelle des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend Nordrhein-Westfalen e.V. (BDKJ NRW e.V.), dem Zusammenschluss der fünf nordrhein-westfälischen BDKJ Diözesanverbände Aachen, Essen, Köln, Münster, und Paderborn sowie der Landesarbeitsgemeinschaften der Mitgliedsverbände des BDKJ. Im BDKJ in NRW wirken rund 285.000 Kinder und Jugendliche mit. Kontakt: BDKJ-Bundesstelle, Carl-Mosterts-Platz 1, 40477 Düsseldorf, Tel. 0211/4693–0, Fax 0211/46 93 – 120, Mail: infos@bdkj.de, Internet: www.bdkj.de ; BDKJ NRW e.V., Landesstelle, Carl-Mosterts-Platz 1, 40477 Düsseldorf, Tel. 0211 / 44935-0, Fax 0211 / 44935-23, E-Mail: info@bdkj-nrw.de, www.bdkj-nrw.de .
Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken
Das 1849 von Laien gegründete Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken ist von der Deutschen Bischofskonferenz mit der Förderung der Diaspora-Seelsorge beauftragt. Das Hilfswerk mit Sitz in Paderborn unterstützt Katholiken, die weit verstreut als Minderheit unter Anders- und Nichtglaubenden leben, vornehmlich in Ost- und Norddeutschland, Skandinavien, Estland und Lettland. Mit Spenden fördert das Bonifatiuswerk den Bau und die Renovierung von Kirchen und Gemeindezentren, Jugend- und Bildungshäusern, katholischen Schulen und Kindergärten sowie die Motorisierung von Pfarreien. Es unterstützt mit der Diaspora-Kinder‑ und Jugendhilfe Projekte der Glaubensweitergabe sowie pastorale und sozial-karitative Projekte. Jedes Jahr führt das Bonifatiuswerk den traditionellen Diaspora-Sonntag durch, an dem in allen Gemeinden Deutschlands für die Arbeit des Bonifatiuswerks gesammelt wird.
Zum Patronatsfest des Heiligen Bonifatius und zum Anlass seines 175-jährige Bestehens feiert das Bonifatiuswerk am 5. Juni 2024 um 8.00 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn einen Gottesdienst, bei dem alle Interessierten willkommen sind. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Schirmherr des Hilfswerkes, wird der heiligen Messe vorstehen. Gemeinsam mit Gästen aus der finnischen Diaspora wie dem Bischof von Helsinki, Raimo Goyarrola, und dem Generalvikar des Bistums, Jean-Claude Kabeza, wird Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen konzelebrieren. Zugleich begeht das Bonifatiuswerk der 75. Geburtstag seiner Verkehrshilfe. Mit den BONI-Bussen leiste das Hilfswerk beispielsweise praktische Hilfe, um Menschen in der Gemeinschaft zu vernetzen. Seit der Gründung der Verkehrshilfe im Jahr 1949 wurden bis heute fast 3.500 Fahrzeuge durch das Bonifatiuswerk finanziert.
Mehr: https://www.bonifatiuswerk.de/de/
- AM240605.mp3

