Misereor: Mehr soziale Gerechtigkeit

von Stefan Klinkhammer

Samstag, 19.02.2022

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Collage: KIP

Immer am 20. Februar ist „Welttag der sozialen Gerechtigkeit“. In diesem Jahr geht es um die Frage, wie überall auf der Welt Menschen regulärer Arbeit nachgehen können – und damit den Weg aus der Armut finden. Mehr vom Hilfswerk Misereor in Aachen...

INFO: Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Welttag für soziale Gerechtigkeit steht diesmal unter dem Leitwort „Achieving Social Justice through Formal Employment” (Launch of the World Day of Social Justice, Publication: Social Justice in an Open World: The Role of the United Nations, GA Resolution A/RES/62/10, 19 November 2007). Er wird seit 2009 begangen. Hintergrund für den diesjährigen Schwerpunkt ist, dass mehr als 60 Prozent der 2 Milliarden Beschäftigten auf der Welt nur im informellen Sektor der Schattenwirtschaft arbeiten - ohne regelmäßiges Einkommen, geregelte Arbeitszeiten, Versicherungen und vieles andere mehr. Für sie hatte die COVID-19-Pandemie starke Auswirkungen. Mehr: https://www.un.org/development/desa/dspd/international-days/world-day-of-social-justice/2022-2.html.

Misereor - weltgrößtes katholisches Entwicklungshilfswerk: Misereor mit Sitz in Aachen wurde 1958 von den deutschen katholischen Bischöfen auf Vorschlag des damaligen Kölner Kardinals Josef Frings als Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt gegründet, um „den Mächtigen der Erde, den Reichen und Regierenden vom Evangelium her ins Gewissen zu reden“. Der Name bezieht sich auf das im Markus-Evangelium überlieferte Jesuswort „Misereor super turbam / Ich erbarme mich des Volkes“. Erste Anregungen für eine regelmäßige Kollekte für Entwicklungsprojekte kamen zuvor von katholischen Laienorganisationen und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Ziel der mit Partnern in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika geleisteten Arbeit ist die Hilfe zur Selbsthilfe, aber auch die Schärfung des Bewusstseins für die Ursachen von Armut und Unterentwicklung, von Not und Ungerechtigkeit in den Entwicklungsländern. Seit seiner Gründung hat das Hilfswerk laut eigenen Angaben rund 107.000 Projekte mit weit mehr als 7 Milliarden Euro unterstützt. Derzeit arbeitet Misereor mit 1.900 Partnerorganisationen in 3.000 laufenden Projekten in gut 90 Ländern zusammen.

MISEREOR-Spendenkonto: 10 10 10, Pax Bank Aachen, BLZ 370 601 93, IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC GENODED1PAX; Internet: www.misereor.de, Pressemeldungen: www.misereor.de/presse; MISEREOR-Blog: www.misereor.de/blog; Twitter: www.twitter.com/misereor; Facebook: www.facebook.com/misereor

Unser Gesprächspartner: Thorsten Nilges, Politikwissenschaftler, Fachreferent für Berufliche Bildung in Afrika/Naher Osten bei Misereor in Aachen.

Samstag, 19.02.2022