Fastenzeit - Familienzeit

von Christof Beckmann

Donnerstag, 15.02.2018

Platzhalterbild

Mit der Fastenzeit kam eine gute Chance für Familien, sagt Caritas-Familienberater Martin Brand. Warum an den Sonntagen die Zügel etwas gelockert werden dürfen, und woher das kommt, sagt der katholische Pastor Jochen König …

INFO: Am gestrigen Aschermittwoch begann die 40-tägige Fastenzeit der Vorbereitung auf Ostern. Der variable Termin errechnet sich im christlichen Festkalender von Ostern her. Die 40 Tage der österlichen Fastenzeit (Quadragesima) gehen auf das Fasten Jesu in der Wüste (Mt 4, 2) und weitere Termine aus dem Alten Testament zurück. Schon seit dem fünften Jahrhundert rückte während der Vorbereitungszeit auf Ostern das Fasten in den Mittelpunkt. Seit Ende des 11. Jahrhunderts werden die Katholiken in den Gottesdiensten an diesem Tag mit einem Aschenkreuz bezeichnet. Die aus gesegneten Palmzweigen gewonnene Asche gilt als Symbol der Trauer und Buße, steht aber zugleich für die Hoffnung der Christen auf Auferstehung. Der Aschermittwoch ist neben dem Karfreitag der einzige Tag, der in der katholischen Kirche als strenger Fastentag gilt.

Das Kirchenrecht schreibt Abstinenz und Fasten vor. Strenge Fastentage sind Aschermittwoch und Karfreitag, das Abstinenzgebot verpflichtet vom 14. Lebensjahr an, das Fastengebot vom 22. bis zum 60. Lebensjahr. Doch meint die vorösterliche Fastenzeit nicht nur den Verzicht auf Genussmittel, sondern auch eine Unterbrechung von Gewohnheiten. Die religiös motivierte Fastenzeit ist nicht nur ein katholisches Phänomen. Der Islam kennt den Fastenmonat Ramadan, die Angehörigen der Ostkirchen befolgen vier Fastenzeiten im Kirchenjahr, die viel strenger gelebt werden als die Fastenzeit vor Ostern in der katholischen Kirche. Auch in der evangelischen Kirche gibt es zahlreiche Fastenaktionen.

Unsere Gesprächspartner:
Diplom-Sozialpädagoge Martin Brand:
Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e.V.; Montanusstr.40, 41515 Grevenbroich Kapitelstraße 30, 41460 Neuss, Tel:02131/3692830, Fax:02131/3692839, E-Mail: balance(at)caritas-neuss.de, Internet: www.beratung-in-neuss.de, Öffnungszeiten: Mo-Do 09.00 - 13.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr, Fr 09.00 - 12.30 Uhr, Termine nach Vereinbarung, Spendenkonto: Förderverein Dreieck e.V., IBAN DE30 3055 0000 0000 2142 62, SWIFT-BIC WELA DE DN.
Pfarrer Jochen Koenig: Am 24. Juni 1971 wurde der gebürtige Düsseldorfer von Joseph Kardinal Höffner im Kölner Dom zum Priester geweiht. Er ist seit 1985 geistlicher Beirat im Vorstand des Sozialdienstes Katholischer Männer, war leitender Pfarrer der Gemeinden St. Cornelius Erfttal, St. Cyriakus Grimlinghausen, St. Konrad Gnadental und St. Martinus Uedesheim (Pfarrverband „Neuss – Rund um die Erftmündung"), baute als damaliger Stadtdechant 2000 die ökumenische Notfallseelsorge mit auf, war 2005-2007 Stellvertretender Kreisdechant, ist Pfarrvikar für Neuss-Nord und seit August 2010 als Hausgeistlicher im Kloster Immaculata für das Seniorenheim und das Hospiz der Augustinerinnen zuständig. Kontakt: Pfarrer Msgr. Jochen Koenig, Augustinusstraße 46, Kloster Immaculata, Haus Monika, 41460 Neuss, Tel. 02131 – 1534750, E-Mail: pastor.koenig@t-online.de, Internet: http://neuss-mitte.de/

Donnerstag, 15.02.2018