Vertrauen

von Reinhard Ellsel

Freitag, 22.05.2020

Hände formen ein Herz
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Vertrauen muss wachsen und auch bestätigt werden

Als Reinhard Ellsel ein kleiner Junge war, drehten ihm Asthma-Anfälle stundenlang die Luft ab. Und er japste: „Lieber Gott, hilf mir, bitte hilf mir doch! Du kannst mir doch helfen!“:

In der Bibel steht die Geschichte von einem verzweifelten Vater, der zu Jesus schreit.

Sein Sohn hat „von Kind auf“ epileptische Anfälle

– und keiner kann ihm helfen, auch nicht die Jünger von Jesus.

Aber vielleicht Jesus!? Der sagt zu dem Vater:

„Alle Dinge sind möglich, dem, der da glaubt.“

Da platzt es aus dem Vater heraus:

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Lass uns jetzt bitte nicht im Stich!“

Jesus hat den Jungen gesund gemacht, geheilt. Und mich auch - nicht zuletzt durch die Hilfe von guten Ärzten.

Der biblische Vater hat erfahren, dass es mehr gibt, als die Not: nämlich Gottes Hilfe. Zwar schenkt Gott uns nicht immer das, was wir uns wünschen. Nicht jeder der betet, wird automatisch gesund.

Aber Gott schenkt uns immer seine Nähe.

Gerade, wenn es eng wird, strecke ich mich nach dieser Hilfe aus. Das hilft mir auch in der jetzigen Corona-Krise. Ich kann beten. Durch das Gebet ist das Virus zwar nicht einfach weg. Aber ich fühle Frieden und neue Zuversicht.

Der Theologe Dietrich Bonhoeffer hat dieser Zuversicht und den Frieden in einem Text beschrieben

:„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost,

was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Freitag, 22.05.2020