Das große ABER

von Bettina Förster

Dienstag, 13.08.2019

Zwei Frauen unterhalten sich
Urlaubserlebnisse austauschen ist beliebt

Ein Gespräch nach dem Urlaub: Und wie war das Hotel? Schön, ABER das Frühstücksbuffet war nicht gut. Wie war Euer Ausflug ans Meer? Toll, ABER ich fand die Leute da am Strand irgendwie komisch.

So oft hört man dieses ABER!!! Warum macht man Gutes eigentlich schlecht und klein, indem man schnell betont und ausführlich darüber redet was einem NICHT gefällt? Wenn man will, dann findet man es immer: Das Haar in der Suppe! Also irgendeine Kleinigkeit passt einem nicht und schon sieht man nicht mehr das Besondere, Schöne oder Gute.

Neulich habe ich mich selbst dabei ertappt. Radeln in Süddeutschland. Grüne Wiesen, braune Kühne und am Horizont die Berge. Und worüber rede ich? Ist mir jetzt zu peinlich zu sagen. Jedenfalls habe ich die Schönheit der Natur nicht wahrgenommen. Was ich damit sagen will: Ich glaube es ist wichtig zu beachten und wert zu schätzen was schön und gut ist. Im übertragenen Sinne:  Ich will mehr über die Suppe reden und wie köstlich die ist und nicht so viel über das Haar darin.

Dienstag, 13.08.2019