Neues Grab für Bruder Firminus

von Annette Florin

Freitag, 06.02.2015

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Sie nannten ihn „Bruder Firminus“. Vor 60 Jahren erhielt er sein Grab in der Krypta des Franziskanerklosters. Am 8. Februar wird er aus der Krypta in die Marienkirche umziehen. Mehr mit Pater Athanasius Spies über seinen seliggesprochenen Mitbruder...

INFO: Schon immer kamen Arme und Obdachlose an die Pforte des Franziskanerklosters in Düsseldorf und baten um Essen. Früher wurden Schmalzstullen durch die Pforte gereicht. 1996 richteten die Klosterbrüder 1996 im Klostergarten eine gastliche Armenbewirtung ein, die FirminusKlause. Seitdem erhalten Obdachlose an sechs Tagen der Woche eine kostenlose warme Mahlzeit. In einem Sanitärcontainer, den 2006 der Heimatverein „Düsseldorfer Jonges” stiftete, können sie sich außerdem duschen und erhalten hier das Notwendigste zur Körperpflege. 80-200 Menschen nutzen das Angebot täglich. Die Gäste in der FirminusKlause werden von einer Gruppe Ehrenamtlicher und einem fest angestellten Koch betreut.

Benannt ist die „Firminus-Klause“ nach Josef Wickenhäuser: Der Steinmetz trat 1906 dem Franziskanerorden bei und nahm den Ordensnamen Firminus an. 1908 kam er nach Düsseldorf, wo er als Bildhauer bei der Restaurierung von Kirchen und Kapellen bekannt wurde. Firminus starb am 30. September 1939, sein Grab in Düsseldorf wird bis heute von vielen Menschen besucht, in Düsseldorf wird jedes Jahr Ende September die Bruder-Firminus-Woche gefeiert.

Kontakt: FirminusKlause, Obdachlosenarbeit des Düsseldorfer Franziskanerklosters, Bruder Antonius Schütze OFM, Ökonom des Klosters, Leitung FirminusKlause, Immermannstraße 20, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211/90690-0, E-Mail: antonius.schuetze@franziskaner.de, mehr im Internet: www.franziskaner.de, www.firminusklause.de

Freitag, 06.02.2015