Wallfahrt: Mission is possible

von Elvis Katticaren

Montag, 30.09.2019

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Motiv: Logo der Wallfahrt

Gestern ist sie zu Ende gegangen: Die Dreikönigswallfahrt 2019 zum Kölner Dom. Und was heißt das für die Pilger? Sie sind „gesandt“, so Stadt- und Domdechant Robert Kleine – sein Ausblick auf den Weltmissionsmonat, der in diesen Tagen beginnt...

INFO: Unter einem neuen Namen lud das Erzbistum Köln zur bisherigen Domwallfahrt ein: Die „Dreikönigswallfahrt“ stand vom 26. bis 29. September unter dem Leitwort „Wir haben seinen Stern gesehen“. Höhepunkte waren eine Nacht der Mystik, eine Andacht für alle Ehejubilare, ein Pilgerweg für Menschen mit und ohne Demenz, ein ökumenischer Evensong, eine internationale Pilgermesse sowie ein Abendgebet (Vigil) der Jugend im Dom. Abgerundet wurden die Tage der Domwallfahrt durch ein stimmungsvolles Kulturprogramm. So luden etwa in einer „Nacht der Mystik“ meditative Klänge und Texte zur Kontemplation ein. Und zur Eröffnung des 10. Ökumenischen Kirchenmusikfestivals erklangen im Rahmen eines Evensongs Werke von Tallis, Gounod, Rathbone und Snyder zum Zuhören und Mitsingen.

Die lange erloschene mittelalterliche Tradition der Domwallfahrt wurde 2006, ein Jahr nach dem Weltjugendtag in Köln, wieder aufgenommen. Der Pilgerweg führt unter dem Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom hindurch. Das eigentliche Wallfahrtsziel begründet auch den neuen Namen „Dreikönigswallfahrt“ – sie ist Teil der inhaltlichen Neuausrichtung des Kölner Domes, an der das Domkapitel derzeit arbeitet: „Wir haben uns vorgenommen, den Dom deutlicher als Ort des Glaubens, als Ort der Kunst und Kultur, als Ort des Willkommens und als Ort der Heiligen Drei Könige zu prägen“, so Dompropst Gerd Bachner. „Entsprechend konsequent ist es, den Fokus unserer jährlichen Wallfahrt deutlicher auf die Heiligen Drei Könige zu verlagern, die wir im Kölner Dom in besonderer Weise verehren. Der neue Name der Wallfahrt soll darauf hinweisen: Die Heiligen Drei Könige sind das eigentliche Herzstück der Wallfahrt, so wie ihr Schrein das eigentliche Herzstück des Domes ist. Um ihn herum ist unsere gotische Kathedrale gebaut.“ Mehr: www.dreikoenige-koeln.de. Weitere Infos sowie Bilder und Eindrücke der vergangenen Domwallfahrten unter www.jugendimdom.kja.de.

Außerordentlicher Monat der Weltmission im Oktober 2019: „Getauft und gesandt: Die Kirche Christi missionarisch in der Welt“ ist das Motto des Außerordentlichen Monats der Weltmission 2019, den Papst Franziskus für den Monat Oktober 2019 ausgerufen hat. Er bat „die ganze Kirche, eine außerordentliche Zeit für die Mission zu leben, um den hundertsten Jahrestag der Promulgation des Apostolischen Schreibens Maximum illud von Papst Benedikt XV. (30. November 1919) zu begehen“. Der Vorgänger hatte damals zu einer Erneuerung der Mission aufgerufen, mit Blick auf die Wurzeln der Mission, das Evangelium und seine Verkündung, die Botschaft und Liebe Jesu. Da die Missionierung damals im Zusammenhang mit unheilvoller Kolonialisierung und Nationalismus in Verbindung stand, wollte man diese Verknüpfung auflösen und sich auf die eigentliche, ursprüngliche Mission zurückbesinnen. Dabei geht es um den Evangelisierungsauftrag – hinauszugehen in die Welt und das Evangelium zu verkünden. Papst Franziskus erklärt es so: „Was du entdeckt hast, was dir zum Leben hilft und dir Hoffnung gibt, das sollst du den anderen mitteilen.“
Links: Papst Franziskus, Botschaft zum Weltmissionssonntag 2019, Getauft und gesandt: die Kirche Christi auf Mission in der Welt, Datei herunterladen, Zu den Papstbotschaften, Offizielle Vatikanseite www.october2019.va/it.html, Zur Internetseite, Internetportal Weltkirche, Thema Mission und Außerordentlicher Monat der Weltmission 2019, Zur Internetseite, Missio Aachen und Missio München, Liturgische Hilfen und mehr zum Außerordentlichen Monat der Weltmission, Zur Internetseite, Die Ordensgemeinschaften in Deutschland zum Außerordentlichen Monat der Weltmission: Zum Statement von DOK-Vorsitzender Sr. Katharina, Der außerordentliche Monat der Weltmission auf orden.de, Zur Internetseite

Unser Gesprächspartner: Monsignore Robert Kleine, Kölner Stadt- und Domdechant, 1967 in Neuss geboren, seit 1993 Priester, Kaplanzeit in Bad Honnef, 1997-2004 Domvikar und Schulseelsorger an der Domsingschule. 2004 zum Leiter der Abteilung Erwachsenenseelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat ernannt, Diözesanfrauen- und Diözesanmännerseelsorger sowie Präses des Diözesanverbandes der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Seit 2006 Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat, 2012 Vorsitzender des Bildungswerks der Erzdiözese Köln und Domdechant, seit dem 1. September 2012 Kölner Stadtdechant und Vorsitzender des Caritasrates. Kontakt: Domkloster 3, 50667 Köln, Tel. 0221 / 92 58 47-70, Fax 0221 / 92 58 47-71, E-Mail: aplatz@stadtdekanat-koeln.de, Mo- Fr 9.30 - 13.30 Uhr.

Montag, 30.09.2019