Rückenwind im Alltag

von Carsten Griese

Montag, 11.03.2019

Rueckenansicht von Frau mit wehenden Haaren
Rueckenwind macht das Leben leichter

Egal ob er direkt ins Gesicht bläst oder ordentlich Schub gibt – Wind ist erstmal eine ziemlich erfrischende Angelegenheit. Für Pfarrer Carsten Griese hat besonders der Rückenwind eine Bedeutung

Ich bin gerne am Meer.

Hier kann ich abschalten: mir den Wind um die Nase pusten lassen, wilde Wellen, Strandspaziergänge. Wenn es besonders stürmisch ist, kann ich nur mit dem Wind im Rücken am Strand entlang spazieren. Gegen den Wind ist es zu anstrengend und der aufgewirbelte Sand schmerzt und „sandstrahlt“ mir das Gesicht. Mit Rückenwind aber komme ich wie im Flug voran und die Kraft des Windes treibt mich weiter.

Rückenwind - das wünsche ich mir im Alltag. Bei den Aufgaben, Gesprächen und in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen. Ich wünsche mir immer wieder die Erfahrung, dass es eine Kraft gibt, die mich und andere voranbringt und bewegt.

In der Bibel wird diese Macht mit dem Wort „Wind“ oder „Energie“ beschrieben. Und sie kann mächtig und stark wirken. Sie schwebt am Anfang der Schöpfung über dem Wasser. Sie haucht dem Menschen das Leben ein und sorgt für frischen Wind im Paradies. Sie kann das Meer teilen und Israel mit Rückenwind vor seinen Feinden retten.

Ich wünsche Ihnen Rückenwind, wenn der Weg beschwerlich wird; frischen Wind, wenn es nicht weitergeht und Gegenwind, wenn sie eine falsche Richtung eingeschlagen haben. Ich wünsche ihnen die Erfahrung: Gott schenkt mir Lebensenergie und bringt mich weiter.

 

Montag, 11.03.2019