Terror in Paris: Ein einziger Albtraum

von Dr. Christof M. Beckmann

Samstag, 14.11.2015

Platzhalterbild

Die Terroranschläge in Paris machen fassungslos: Offensichtlich kalt geplant, nahmen die Täter mehrere Orte in Paris zum Ziel, um Schrecken zu verbreiten. Doch Angst ist kein guter Ratgeber. Darum geht es jetzt um kühlen Kopf - und echte Trauer ...

Ein einziger Albtraum – wer die Ereignisse gestern in Paris verfolgt hat, traute seinen Augen nicht. Ein Freundschaftsspiel im "Stade de France" und seit der ersten Meldung über die Anschläge war nichts mehr wie zuvor. Weder der Kommentator fand die Worte, bei den anschließenden Sondersendungen war noch vieles unbekannt. Bis nach und nach in der Nacht das ganze Ausmaß der Barbarei deutlich wurde – ein geplanter, perfider, heimtückischer Mordplan an diesem Abend im Herzen Frankreichs.

In Twitter und Facebook überschlugen sich die Posts. Anteilnahme, Trauer. Aber auch Posts von guten Freunden, die ich wichtig finde: Klare Ansagen an jeden „besorgten Bürger, der den Horror von Paris für fremdenfeindliche Kommentare nutzt“. Und das ist richtig. Denn genau dann wäre einer der mörderischen Zwecke der Mörder von Paris erreicht: Dass nämlich Angst verbreitet wird, dass jeder und ganze Gruppen unter Verdacht gestellt werden. Und dass sogar noch Schlimmeres geschieht.

So nicht. So einen Gefallen tun wir keinem. Keinem Kriminellen, der uns täuschen will, keinem der daran profitieren will, keinem Trittbrettfahrer. Nicht in Frankreich – nicht bei uns. Kühler Kopf und echte Trauer. Und wie viele Gebete ich gestern Nacht im Netz gelesen habe, das macht mir Mut. Wie dieses:

Guter Gott, fassungslos sehen wir Mord und Terror in Paris. Nimm Du die Opfer auf in Deine Herrlichkeit. Sei Du bei ihren Angehörigen und Freunden. Zeige uns Deinen Frieden in dieser friedlosen Zeit. Amen. (www.katholisch.de)

Christof Beckmann von der Katholischen Kirche für Augenblick mal.

Samstag, 14.11.2015