Unerhört – Für die Demokratie

von Juergen Marx

Donnerstag, 06.06.2019

Plakat mit Diakonie-Kampagne
Ulrich Lilie spricht ueber sein Demokratieverstaendnis

Unerhört! – Eine Kampagne der Diakonie in Deutschland spielt mit diesem Begriff und will damit Menschen eine Stimme geben, die sonst scheinbar keiner anhört.

Manchmal wird mit dem Ausruf ´Unerhört, diese Obdachlosen´ oder ´Unerhört, diese Alten´ der eigenen Empörung Ausdruck verliehen. Für den Präsidenten der Diakonie, Ulrich Lilie, hat dieses ´Unerhört´ allerdings ganz viel mit Demokratie zu tun.

„Das Reden übereinander, oder das Schimpfen übereinander so meinen die Leute, würde den Dialog ersetzen, den Streit.“, sagt Ulrich Lilie dazu. Das ist seiner Meinung nach nicht der richtige Weg:

„Demokratie ist anstrengend, aber sie lebt davon, dass wir beide uns miteinander verständigen müssen, dadurch dass wir hörbereit, streitbar sind. Das heißt ja nicht, dass ich ihrer Meinung sein muss, aber ich muss verstehen, warum Sie diese Meinung haben. Dazu muss ich ihre Geschichte kennen, ihren Hintergrund wissen, dann kann ich das auch viel besser annehmen, auch wenn ich vielleicht nicht in allen Punkten zustimme.“

In seinem Buch „Unerhört! Vom Verlieren und Finden des Zusammenhalts“ zeigt Ulrich Lilie auf, wie mehr Zusammenhalt möglich werden kann. Es ist 2018 im Herder- Verlag erschienen und kostet 18 Euro.

Hier können Sie es bestellen: https://www.herder.de/religion-spiritualitaet-shop/unerhoert!-gebundene-ausgabe/c-38/p-13692/

Donnerstag, 06.06.2019