Zwingli – Der Reformator

von Daniel Schneider

Donnerstag, 07.11.2019

Zwingli Hauptdarsteller Max Simonischek
Reformator Zwingli wird ueberzeugend dargestellt

Heldengeschichten sind toll. In Büchern genauso wie auf der Kinoleinwand. Schön, mutig, stark und erfolgreich müssen die Hauptdarsteller sein. Wobei: Ecken, Kanten und Misserfolge machen solche Heldengeschichten doch eigentlich noch interessanter.

Daniel Schneider stellt euch einen Kinofilm vor, der genau das zu bieten hat.

In unserem Nachbarland zählt er bereits jetzt zu den erfolgreichsten 20 Schweizer Filmen der letzten 40 Jahre:

´Zwingli – Der Reformator´ - Ein Spielfilm, der in knapp 120 Minuten die Geschichte des Theologen Ulrich Zwingli erzählt. Und die hat es in sich!

 

Ulrich Zwingli hat wie Martin Luther vor 500 Jahren die Kirche ganz schön durcheinandergewirbelt. Als Leutpriester in Zürich kämpft er für soziale Gerechtigkeit, predigt und liest aus der Bibel auf Deutsch, ist gegen das Zölibat und vertritt die Meinung, dass eine persönliche Beziehung zu Gott wichtig ist.

 

Den Filmemachern ist es gelungen, Zwingli nicht als den strahlenden Helden dar zu stellen. Er hat nicht alles im Griff. Trifft ehrlich gesagt auch ziemlich krasse Entscheidungen. Seine Zweifel, seine Ängste und seine dunklen Seiten machen deutlich, wie verworren die Zeit der Reformation war und wie auch ein Reformator an den eigenen Ansprüchen scheitern kann.

 

Ein gelungener Film, der Historie, Drama und Tragödie verbindet.

Seit einer Woche ist er auch in den deutschen Kinos zu sehen. Weitere Infos über den Film und die Kinos in denen er läuft, findet ihr hier: https://www.wfilm.de/zwingli/

Donnerstag, 07.11.2019