Bibelupdate: Keine Himmelskomik

von Lothar Wagner SDB

Samstag, 09.03.2019

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Bruder Lothar mit einem Waisenkind © Don Bosco Mission

Seine Lieblings-Bibelstelle kommt aus der Apostelgeschichte, Kapitel 4, Vers 20: „Sie ist für mich eine tägliche Erfahrung die ich machen darf“, sagt Bruder Lothar Wagner von den Salesianern Don Boscos...

Die Bibelstelle: Die Lieblings-Bibelstelle von Salesianer-Br. Lothar Wagner steht in der Apostelgeschichte, Kapitel 4, Vers 20. Petrus spricht zu einer großen Menschenmenge, zeigt am Beispiel eines geheilten Kranken, in wessen Name seine Gesundheit wiederhergestellt wurde: „... im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch.“ Darauf zur Rede gestellt, verbietet man ihnen, jemals wieder im Namen Jesu zu predigen und zu lehren und drohen mit Strafen. Petrus und Johannes antworten ihnen: (Apg 4,19/20) „Ob es vor Gott recht ist, mehr auf euch zu hören als auf Gott, das entscheidet selbst. Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben.“

Unser Gesprächspartner: Br. Lothar Wagner SDB, gebürtig aus Trier und Afrika-Experte, setzte sich zuvor in Sierra Leone und Liberia für ausgegrenzte Kinder und Jugendliche ein.  Er arbeitet als Koordinator für Kindesschutz im Südsudan, der seit seiner Gründung im Juli 2011 einen blutigen Bürgerkrieg mit 400.000 Toten und Zerstörung erlebt. Auch die Kinder sind nicht verschont geblieben. Laut Kinderhilfswerk Unicef müssen rund 19.000 von ihnen im Südsudan eine Waffe tragen und werden als Kindersoldaten missbraucht. Hier fordern die Salesianer Don Boscos mehr psychosoziale Unterstützung für Kinder und Jugendliche und setzen sich aktiv dafür ein. Bruder Lothar Wagner SDB ist seit Juni 2018 Koordinator für Kindesschutz in Wau und Kuajok, wo die Salesianer ein Rehabilitationszentrum unterhalten. Er bringt Straßenkinder wieder mit ihren Familien zusammen und sorgt für Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, Schweißer Maurer oder auch Schreiner.

Die DON BOSCO MISSION, 1969 gegründet, finanziert Hilfsprojekte durch Spenden, Fundraising und Beiträgen verschiedener christlicher Hilfswerke und Diözesen, z. B. Misereor, päpstliches Kinderhilfswerk. 148.000 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter (z.B. Lehrer, Sozialarbeiter) betreuen rund 16 Millionen Mädchen und Jungen in 1.800 Niederlassungen weltweit. Weltweit betreiben die Salesianer 741 Grundschulen, 1085 Sekundarschulen, 138 technische Gymnasien und 778 Berufsausbildungszentren. Kontakt: DON BOSCO MISSION, Sträßchensweg 3, 53113 Bonn, Tel. 0228 / 539 65-0, Fax 0228 / 539 65-65, Spendenkonto: IBAN DE92370601930022378015, BIC GENODED1PAX, Pax Bank. Mehr: http://www.donboscomission.de, www.donbosco.de.

Salesianer Don Boscos: Die katholische Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos (lat. Societas Sancti Francisci Salesii, Abk. SDB, „Gesellschaft des heiligen Franz von Sales”) wurde 1859 von dem italienischen Jugendseelsorger Giovanni Don Bosco (*16. August 1815 in Becchi bei Turin, † 31. Januar 1888 in Turin) in Turin gegründet. Der sammelte in Turin hilfsbedürftige Mädchen und Jungen und bemühte sich um ihre schulische, berufliche und religiöse Bildung. Trotz großer Schwierigkeiten mit Kirche und Staat ging Don Bosco gewann er viele Mitarbeiter und gab 1859 seinen Priestern und Brüdern eine Lebensregel, die 1874 von Papst Pius IX. anerkannt wurde. Seine neu gegründete Ordensgemeinschaft nannte er „Salesianer”, denn zeitlebens war Don Bosco von Franz von Sales fasziniert, dessen Menschlichkeit und Liebenswürdigkeit für ihn zu wichtigen Bestandteilen seines pädagogischen Engagements wurden.
Von Papst Pius XI. (1922–1939) wurde Don Giovanni Bosco 1934 heiliggesprochen. Sein Gedenkfest ist am 31. Januar. In Deutschland arbeiten die Salesianer Don Boscos seit 1916, derzeit sind es rund 400 Ordensangehörige in etwa 40 Niederlassungen. Die Leitung der Deutschen Provinz hat ihren Sitz in München. Der Orden unterhält bundesweit 35 Einrichtungen der Erziehungshilfe und Berufsbildung, Schulen, Jugendwohnheime und Einrichtungen der offenen Jugendarbeit in Brennpunktgebieten. Im oberbayerischen Benediktbeuern befindet sich ein Aktionszentrum, das Zentrum für Umwelt und Kultur, eine Jugendherberge sowie die Philosophisch-Theologische Hochschule des Ordens, in Bonn die Missionsprokur. Die Salesianer beschäftigen in Deutschland rund 1.600 Mitarbeiter. Als zweitgrößter Männerorden und drittgrößte Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche engagiert sich die Gemeinschaft heute mit über 16.000 Mitgliedern in über 1.700 Niederlassungen in 132 Ländern der Welt für benachteiligte Kinder und Jugendliche durch Schulunterricht, Berufsbildung und Jugendarbeit.

Mehr zu Don Bosco und den Salesianern (SDB): www.salesianer.de, www.donbosco.de, www.come-to-bosco.eu.

 

MISEREOR: Die 61. Fastenaktion des weltweit größten kirchlichen Entwicklungshilfswerks Misereor wird morgen, am Samstag, 10. März, im Kölner Dom eröffnet. Kölns Kardinal Rainer Woelki, Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel und der salvadorianische Kardinal Gregorio Rosa Chavez feiern ab 10.00 Uhr einen Gottesdienst, der von der ARD im Ersten live übertragen wird. Die Fastenaktion 2019 stellt in diesem Jahr Jugendliche in El Salvador in den Mittelpunkt. Sie bilden in dem Land zwischen Guatemala und Honduras die Mehrheit der Bevölkerung, doch stehen dennoch im Abseits. In der Schusslinie zwischen Bandenkrieg und Staatsgewalt bleibt ihnen häufig nur der Weg in die Kriminalität oder die Flucht in die USA: El Salvador ist mit jährlich 64 Morden auf 100.000 Einwohner eines der gewalttätigsten Länder der Welt. Rivalisierende Banden, die Jugendliche häufig mit leicht zu verdienendem Geld und Macht anlocken, oder zwangsrekrutieren, prägen den Alltag. Die wenigsten Menschen in El Salvador haben ein sicheres Dach über dem Kopf – in einigen Regionen leben 4 von 5 Menschen in Armut. Vor allem viele Jugendliche sehen keine Perspektiven für sich in dem mittelamerikanischen Land und sehnen sich nach einem besseren Leben. Jungen Menschen und damit dem Land eine Zukunftsperspektive zu geben, ist das Ziel der beiden MISEREOR-Projektpartner. Die bundesweite MISEREOR-Kollekte findet am 6./7. April 2019, dem 5. Fastensonntag, in allen katholischen Gemeinden statt. Hier der Link zum FASTENAKTIONSFILM 2019.

Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor: Misereor mit Sitz in Aachen wurde 1958 von den deutschen katholischen Bischöfen auf Vorschlag des damaligen Kölner Kardinals Josef Frings als Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt gegründet, um „den Mächtigen der Erde, den Reichen und Regierenden vom Evangelium her ins Gewissen zu reden“. Der Name bezieht sich auf das im Markus-Evangelium überlieferte Jesuswort „Misereor super turbam / Ich erbarme mich des Volkes“. Erste Anregungen für eine regelmäßige Kollekte für Entwicklungsprojekte kamen zuvor von katholischen Laienorganisationen und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Ziel der mit Partnern in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika geleisteten Arbeit ist die Hilfe zur Selbsthilfe, aber auch die Schärfung des Bewusstseins für die Ursachen von Armut und Unterentwicklung, Not und Ungerechtigkeit in den Entwicklungsländern. Seit seiner Gründung hat das Hilfswerk laut eigenen Angaben rund 107.000 Projekte mit mehr als 7,2 Milliarden Euro unterstützt. Derzeit arbeitet Misereor mit 1.900 Partnerorganisationen in 3.000 laufenden Projekten in gut 90 Ländern zusammen.
MISEREOR-Spendenkonto: 10 10 10, Pax Bank Aachen, BLZ 370 601 93, IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC GENODED1PAX.
Kontakt: Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Mozartstraße 9, 52064 Aachen. Tel. 0241 / 442-0, Fax: 0241 / 442-188, E-Mail: info(at)misereor.de, Internet: www.misereor.de

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