Müllfasten: Mehr Entschleunigung

von Stefan Klinkhammer

Donnerstag, 07.03.2019

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Wer einkaufen geht, bringt gleichzeitig auch immer ihn mit nach Hause: Müll. Wer in einen „Unverpackt“-Supermarkt wie in Düsseldorf geht, hat „zero waste“. Auch eine Idee für die Fastenzeit...

INFO: Wer einkaufen geht, bringt gleichzeitig auch immer ihn mit nach Hause: Müll. Manches ist doppelt und dreifach verpackt, es stapeln sich Plastikfolien und Pappschachteln. Das muss nicht sein, sagen sich Ladenbesitzer wie Christina Rau aus Düsseldorf. Sie führt seit einem Jahr einen „Unverpackt“-Supermarkt. Und nicht nur dort ist es mittlerweile ein richtiger Trend: Einkaufen ohne Verpackung. Es ist allerdings gar nicht so einfach. Gerade in den normalen Supermärkten wimmelt es nur von Verpackungen. Doch mittlerweile gibt es in immer mehr Städten verpackungsfreie Läden. Das Prinzip: Die verpackungsfeien Supermärkte kommen ohne Einwegverpackungen aus. Die Kundinnen und Kunden bringen deshalb ihre eigenen Behältnisse mit, wiegen sie zunächst selbst und füllen sich dann ihre Lebensmittel ab. Egal ob Nudeln, Reis, Kaffee, Seife oder Waschmittel. Fast alles ist als lose Ware erhältlich. Am Ende kann so jede Menge Plastig eingespart werden - eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit.

Allerdings gelingt der Umstieg auf einen komplett verpackungsfreien Einkauf nicht immer auf Anhieb. Deshalb ist es ganz praktisch, langsam anzufangen und nach und nach immer mehr Sachen ohne Verpackung einzukaufen. Eine gute Übung gerade jetzt in der Fastenzeit. Denn: der Einkauf im Supermarkt ohne Verpackung ist auch irgendwie Entschleunigung. Denn weil alles einzeln abgefüllt wird, brauchen die Kunden deutlich mehr Zeit....

Unsere Gesprächspartnerin: Christina Rau, Flinse & Co, Lindenstraße 165, 40233 Düsseldorf-Flingern, Mail: unverpackt@flinse.co, Internet: flinse.co,

 

Donnerstag, 07.03.2019