Fehler zugeben – eine Sache des Glaubens?

von Juergen Marx

Donnerstag, 09.02.2017

Fehler einzugestehen ist nicht immer leicht, aber auf Dauer hilfreich.
Fehler einzugestehen ist nicht immer leicht, aber auf Dauer hilfreich.

Hurra, ein Fehler! Da kann ich jetzt draus lernen! – Das ist nicht oft zu hören. Fehler passieren, das ist normal. Aber wenn sie passieren, wird eher versucht, sie zu vertuschen oder schönzureden. In der großen Politik genauso wie im privaten Umfeld.

Zu den Grundanliegen der christlichen Botschaft gehört: Wer zu seinen Fehlern steht und Buße tut, dem wird von Gott Vergebung zugesagt. Das "Vaterunser" drückt es so aus:

"Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern!"

Wer also davon lebt, dass Gott ihm vergibt, der ist gleichzeitig aufgefordert, anderen ihr Fehlverhalten nicht vorzuhalten. Das klingt idealtypisch, kann aber eine Atmosphäre schaffen, in der Menschen von Schuldgefühlen befreit leben können. Fehler können zugegeben werden und aus ihnen kann gelernt werden – zum Wohle aller.

Donnerstag, 09.02.2017