Kirchentag 2019 in Dortmund

von Ralf Prange

Freitag, 05.10.2018

V.l.n.r.: Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Hans Leyendecker, Kirchentagspräsident, und Julia Helmke, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, präsentieren die Losung des 37. Deutschen Evangelischen Kirche
Der Kirchentag in Dortmund steht unter dem Motto ´Was für ein Vertrauen´

Wenn in Dortmund eine Großveranstaltung stattfindet, dann hat das meistens etwas mit Fußball zu tun. Im nächsten Jahr werden allerdings viele tausend Menschen aus einem anderen Grund in Dortmund erwartet

Ralf Prange berichtet in seinem Beitrag über das Programm des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019.

Jeder Kirchentag steht unter einer besonderen Losung, einem Satz aus der Bibel, ein Leitgedanke, an dem sich Vorbereitungen und Veranstaltungen orientieren. Der Kirchentag in Dortmund steht unter der Losung "Was für ein Vertrauen" aus dem 2. Buch Könige, Kapitel 18, Vers 19.

Journalist und Kirchentagspräsodenten Hans Leyendecker (auf dem Foto in der Mitte zwischen Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (links) und Julia Helmke, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags) hat sich besonders mit dem Begriff ´Vertrauen´ auseinandergesetzt:

 „Desinformation, Fake News, Halbwahrheiten – es gibt vieles, das wie eine Säure wirkt, die das Vertrauen in den Zusammenhalt der Gesellschaft zerstört.“, schreibt er auf der offiziellen Website des Kirchentags 2019. Und weiter: „Auch ich habe, das muss ich einräumen, meine Schwierigkeit bei dem Vertrauen in Leute, die gern und oft von christlichen Werten reden und stumm zusehen, wie Flüchtlinge im Meer ertrinken oder in Lager gesperrt werden, in denen Warlords Männer erschießen und Frauen vergewaltigen.

Christen müssen schreiendes Unrecht, schreiende Ungerechtigkeit in der Welt anprangern und aus der Empörung kann dann auch Ermutigung wachsen. Kirchentage gründeten immer in der Überzeugung, dass Christsein und politische Überzeugung zusammengehören. Hirnforscher haben herausgefunden, dass das Vertrauen zunimmt, wenn die Angst in bestimmten Regionen des Denkorgans sinkt.

Wir vertrauen also mehr, wenn wir weniger Angst haben. Zu viel Angst lähmt die Handlungsfähigkeit und trübt den Blick auf notwendige Veränderungen in Staat und Gesellschaft. Allerdings, darauf weisen die Hirnforscher auch hin, braucht es schon ein bisschen Angst, damit Menschen überhaupt Vertrauen suchen. Wer gar keine Angst mehr vor nichts hat, kann auch nicht vertrauen.

Den vollständigen Text von Hans Leyendecker sowie viele weitere Infos finden Sie unter www.kirchentag.de

Freitag, 05.10.2018