Opa ist in einem anderen Level

von Michael Stoer

Montag, 02.05.2016

Sich an Verstorbene zu erinnern, das machen Erwachsene und Kinder. Aber eben jeder auf seine Art.
Sich an Verstorbene zu erinnern, das machen Erwachsene und Kinder. Aber eben jeder auf seine Art.

Das Thema Tod und Sterben ist immer noch ein Tabu in unserer Gesellschaft. Auch in Familien wird meist nicht gerne darüber gesprochen. Dabei machen Kinder Erfahrungen mit Verlust und Trauer, zum Beispiel, wenn der geliebte Opa stirbt.

Kinder haben ganz eigene Vorstellungen vom Tod und dem, was danach kommt. Manchmal sind es von Angst geprägte oder unrealistische Vorstellungen, die Kinder aufgrund von ungeeignetem Medienkonsum bekommen.

Das Projekt „Hospiz macht Schule“ stellt sich den Fragen und Vorstellungen von Kindern. Im Rahmen einer Schulprojektwoche arbeiten ehrenamtliche, entsprechend ausgebildete Hospizhelferinnen mit Grundschülern an diesen Themen. So wie Hannelore Bermel und Dorothea Schünemann-Diederichs aus Andernach, die im Beitrag darüber berichten, wie sich Kinder mit dem Tod auseinandersetzen. So meinte ein Kind am Ende der Projektwoche: „Ich habe jetzt keine Angst mehr vor dem Tod, ich habe mich jetzt damit beschäftigt. Ich weiß, der Opa ist im anderen Level.“

Empfehlenswerte Bücher zum Thema hat das Evangelische Literaturportal e.V. im Themenheft „Tod was ist das?“ zusammengestellt. Informationen finden Sie hier.

Montag, 02.05.2016