Telefonbesuchsdienst der Malteser in Hennef

von Gabriele Höfling

Mittwoch, 15.05.2019

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Bild: Auguste Meyer (l.) freut sich immer, wenn die Ehrenamtlichen der Malteser um Helmut Klein bei ihr anrufen, Fotos: Gabriele Höfling

Am Tag der Familie wird deutlich, wie wenig oft die Großeltern mitgedacht werden. Auch sie gehören zur Familie, doch die Einsamkeit nimmt zu. Da setzt der Telefonbesuchsdienst der Malteser in Hennef an: ältere Menschen werden regelmäßig angerufen...

INFO: Die Zahl der Hochbetagten wird bis zum Jahr 2030 deutschlandweit um 45 Prozent zunehmen. Ein exponentielles Wachstum ist auch bei den vereinsamt lebenden Senioren zu erwarten. Denn mit dem Alter nimmt bei vielen Menschen nicht nur die geistige und körperliche Fitness ab, sondern auch die Einbindung in ein soziales Netz - wenn die Kinder weit entfernt wohnen oder der Partner stirbt.

Schon heute leben immer weniger Menschen in Deutschland in einer Familie - also in einer Eltern-Kind-Gemeinschaft im gemeinsamen Haushalt: Im Jahr 2017 lebten bundesweit 48 Prozent aller Personen in Familien, wie das Statistische Bundesamt am 14. Mai anlässlich des Internationalen Tags der Familie mitteilte. 84 Prozent lebten davon in Familien mit zwei Elternteilen und 16 Prozent als Familienmitglieder in Alleinerziehenden-Familien. Zwanzig Jahre zuvor, im Jahr 1997 lebten noch 56 Prozent aller Personen in Familien, davon 88 Prozent in Familien mit zwei und 12 Prozent in Familien mit nur einem Elternteil. Als Familien werden hier Eltern-Kind-Gemeinschaften in Privathaushalten gezählt, in denen Kinder ohne Altersbeschränkung leben.

Genau da setzt der Telefonbesuchsdienst der Malteser in Hennef an. Sie haben ein Netz von Ehrenamtlichen aufgebaut, das einsame ältere Menschen regelmäßig zu Hause anruft. Von längeren Gesprächen bis hin zu einem kurzen „Guten Morgen“-Telefonat für einen guten Start in den Tag reicht die Palette. 

Für den von Helmut Klein geleiteten „Telefonbesuchsdienst“ werden immer weitere Ehrenamtliche gesucht. Sie qualifizieren sich vorab in einer Basisschulung über zwei Abende, werden zudem weiterqualifiziert und können sich bei regelmäßigen Gruppentreffen austauschen. Für das Telefonieren im Telefonbesuchsdienst gibt es keine Altersschranken: ob 25 oder 75 Jahre – Freiwillige sind gerne willkommen. In der Regel werden diejenigen, die sich für den Telefonbesuchsdienst anmelden einmal wöchentlich meist zu einem festen, wiederkehrenden Termin von dem gleichen Ehrenamtlichen angerufen. Dies können die Gesprächspartner aber individuell vereinbaren. Die Anrufe gehen von den Ehrenamtlichen aus, die ihre Nummer nicht weitergeben, damit ihre Privatsphäre gewahrt bleibt. 

Wer sich beim Telefonbesuchsdienst engagieren und informieren möchte: Mehr unter Tel. 02242 / 9220-335 oder per E-Mail an TBD.Hennef@malteser.org. Mehr im Internet: https://www.malteser-hennef.de.

Mittwoch, 15.05.2019