Welttag der humanitären Hilfe

von Stefan Klinkhammer

Montag, 19.08.2019

Bildmotive: UNESCO, Caritas International, Montage: KIP
Bildmotive: UNESCO, Caritas International, Montage: KIP

Am 19. August 2003 kamen 22 humanitäre Helfer bei einem Anschlag in Bagdad ums Leben. Deshalb wählte die UN diesen Tag aus, um jene zu ehren, die ihr Leben riskieren, um anderen Menschen in Not beizustehen. Den „Welttag der humanitären Hilfe“ ...

INFO: Der heute weltweit begangene Welttag der humanitären Hilfe, beschlossen durch Resolution der Vereinten Nationen vom 11. Dezember 2008, wird an jedem 19. August begangen und bezieht sich auf den Tag eines islamistischen Autobombenanschlags im irakischen Bagdad auf das Canal Hotel, dem am 19. August 2003 22 Menschen zum Opfer fielen, unter ihnen der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Sérgio Vieira de Mello. Damals wurden die meisten der 600 Mitarbeiter der Vereinten Nationen aus dem Irak abgezogen, die Anschläge selbst hatten bleibende Auswirkungen auf die Sicherheitsregeln der Vereinten Nationen. Der Gedenktag würdigt die Arbeit des unter dem Dach der Vereinten Nationen in der humanitären Hilfe tätigen Personals und die 22 Opfer des Terroranschlags.

Aktuell ist in der Rangliste der gefährlichsten Orte für Hilfsorganisationen Syrien zum dritten Mal in Folge für humanitäre Helfer der „tödlichste Ort der Welt“, so die Hilfsorganisation Care. Auch Afghanistan, Jemen, die Zentralafrikanische Republik und die Demokratische Republik Kongo zählen danach zu den gefährlichsten Ländern für die Arbeit von Hilfsorganisationen. Vor allem einheimisches Personal werde immer öfter zur Zielscheibe von Gewalt, so Care unter Verweis auf einen neuen Bericht der Organisation Humanitarian Outcomes. Insgesamt sind laut dem aktuellen Aid Worker Security Report weltweit im Jahr 2018 399 Helfer entführt, verletzt oder getötet worden - 86 Gewaltopfer mehr als im Jahr zuvor und so viele wie seit dem Jahr 2013 nicht mehr.

Caritas besorgt: Auch nach Angaben von Caritas international ist die wachsenden Gefährdung von humanitären Helfern besorgniserregend: So wurden in Projekten dem weltweit tätigen Hilfswerks des Deutschen Caritasverbandes im vergangenen Jahr in Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik lokale Helfer getötet, in Kolumbien wurde eine Friedensaktivistin entführt. Caritas international leistet unter anderem in den fünf weltweit gefährlichsten Ländern Süd-Sudan, Syrien, Afghanistan, die Demokratische Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik humanitäre Hilfe - unabhängig von Herkunft, Religion oder politischen Überzeugung er Betroffenen. Dabei arbeitet das katholische Hilfswerk eng mit den weltweit mehr als 160 nationalen Caritas-Organisationen, mit Ordensgemeinschaften, Pfarrgemeinden, NGOs und staatlichen Stellen zusammen und unterstützt von seinem Hauptsitz in Freiburg aus jährlich etwa 680 Hilfsprojekte in aller Welt. Ziel ist eine wirksame Hilfe zur Selbsthilfe, motiviert aus der christlichen Überzeugung, Tradition und in der kirchlichen Soziallehre und im Auftrag, Solidarität und soziale Gerechtigkeit in der Welt zu verbreiten.
Kontakt: Caritas international, Karlstraße 40, 79104 Freiburg, Tel. 0761 / 200-288, Internet: www.caritas-international.de. Mail: contact@caritas-international.de

Montag, 19.08.2019