Zarko will es schaffen

von Margret Wand

Donnerstag, 21.05.2015

Wien ist eine schöne Stadt, aber nicht, wenn man sich nach der Familie in Düsseldorf sehnt.
Wien ist eine schöne Stadt, aber nicht, wenn man sich nach der Familie in Düsseldorf sehnt.

Zarko hat wieder ein Dach über den Kopf. Lange hatte er keinen festen Wohnsitz. Jetzt hofft er, wieder ein bisschen Normalität in sein Leben zu bringen.

Fünf Jahre ist es her, dass Zarko Jovanovics Leben aus der Bahn geriet. Noch immer kann er es manchmal nicht fassen, dass ihm nach und nach alles entglitt. Zarko Jovanovic war seit 20 Jahren glücklich verheiratet, als seine Frau, die eine chronische Krankheit hatte, 2010 plötzlich zusammenbrach und in ein Koma fiel. Er pflegte sie, war rund um die Uhr für sie da, dreieinhalb Jahre lang. Doch dann gab es Streit mit der Familie seiner Frau, man ließ ihn nicht mehr zu ihr und kündigte ihm auch die Wohnung, in der er mit seiner Frau gelebt hatte. Seitdem ist Zarko Jovanovic umhergeirrt – und wusste nirgends mehr anzukommen.

Es fällt Zarko schwer, über die Vergangenheit zu sprechen. Über das Hin und Her zwischen Verwandten in Wien und zurück zu Freunden in der Stadt, wo seine Frau ist und seine Kinder leben. Doch dann, dann gab´s Licht am Ende des Tunnels: Eine Bekannte gab ihm die Telefonnummer der Diakonie in Düsseldorf. Jetzt wohnt er in einem der vier Start-up-Apartments der Diakonie. Wichtig ist für Zarko auch: Die Diakonie unterstützt ihn bei der Aufarbeitung seiner Probleme. Und besonders wichtig: „Da kommen auch meine Kinder regelmäßig mich zu besuchen und das ist sehr gut!“

Hier finden Sie mehr über das Modellprojekt für Wohnungslose.

Donnerstag, 21.05.2015