Luft – gegeben und rhythmisch

von Dr. Hans Reiner Preuß

Freitag, 06.11.2015

Luft
Unter Wasser reicht die Luft nur kurze Zeit.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Wenn die Nase zu ist und der Husten quält, dann wünscht man sich, mal wieder so richtig durchatmen zu können. Luft ist lebensnotwendig.

Der Theologe Michael Mayr verweist auf den biblischen Schöpfungsbericht.

"Da schafft Gott uns Menschen und bläst uns den Lebensatem in die Nase und so werden wir lebendige Wesen. Also Luft steht für das Leben. Sie ist auch ein Symbol dafür, dass wir nicht aus uns selber existieren, sondern angewiesen sind auf das, was um uns ist und sich uns gibt."

Auf einen weiteren Aspekt  verweist die Psychologin Kerstin Homeier:

"Manchmal denkt man ja, man atmet nur ein und aus. Das war es aber gar nicht, sondern dazwischen gibt’s auch eine Pause. Insofern verschafft der Atemrhythmus uns wirklich Atempausen, die wir heutzutage natürlich dringend brauchen."

Im übertragenen Sinn heißt es aber auch, dass man sich Luft verschafft. Wer sich Luft verschafft, der schafft sich einen Raum, in dem er handeln kann, in dem er aktiv werden kann.

Freitag, 06.11.2015