Die Puppe mit Rollator

von Margret Wand

Dienstag, 06.10.2015

Spielzeug
Mit welchem Spielzeug sollen sich Kinder identifizieren?

Der Spielekoffer von Heike Kasch sieht anders aus als gewohnt. Da hat eine Puppe einen Turban auf, ein Junge sitzt im Rollstuhl und spielt Basketball und Papa hat keine Haare mehr.

Heike Kasch findet es wichtig, dass auch solches Spielzeug Einzug ins Kinderzimmer hält. Kinder wollen sich in ihren Spielsachen wiedererkennen. Wenn Kinder Eltern mit schwarzer Hautfarbe haben, möchten sie sich und ihre Eltern auch in Puppen und auf Bildern, Puzzlen wiederfinden.

Wurde vor ein paar Jahren inklusive Bildung ausschließlich auf Behinderungen bezogen, so wird es heute als erweitertes Konzept verstanden. Inklusion ist ein Prozess, bei dem die Vielfalt der Bedürfnisse von allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (jeglichen

Alters) berücksichtigt und wertgeschätzt werden.

Inklusion ist in aller Munde und verfolgt einen hohen zielgerichteten Anspruch. Eine inklusive Haltung setzt voraus, dass Verschiedenheit und Vielfalt als Normalität geschätzt und nicht als Defizit angesehen werden.

Deshalb stellen sich neue Fragen:

Kann sich jedes Kind in seiner Kita wiederfinden, in den Bilderbüchern, Geschichten, Puppen? Finden sich unter den Spielsachen auch Menschen, die eine Behinderung haben oder den besonderen Bedürfnissen bei Behinderungen entsprechen?

Ist der Kaufladen auch für alle Kinder, egal welcher Herkunft, eingerichtet? Kann sich jedes Kind in seiner Hautfarbe malen? Kann ich die Vielfalt der Religionen in der Kita finden? Die Liste dieser Fragen kann noch stetig weitergeführt werden.

Hier geht es zur Broschüre zu einer Ausstellung, die anschaulich macht, warum es so wichtig ist, Vielfalt auch zu spielen.

Dienstag, 06.10.2015