Konfirmandenarbeit: Der Jugend Kredit geben

von Michael Stoer

Donnerstag, 22.10.2015

Um lebendig zu bleiben, braucht die Kirche Jugendliche.
Um lebendig zu bleiben, braucht die Kirche Jugendliche.

Ein Pfarrer und seine Konfirmandengruppe, die wie in der Schule dasitzt und brav auswendiglernt. Das Bild gehört eher der Vergangenheit an. Heute heißt es mit Herz, Kopf und Hand lernen.

Die Konfirmandenarbeit hat einen hohen Stellenwert in der evangelischen Kirche. Und ist mehr als Kirchenlieder und Bibelverse auswendig lernen. Pfarrer Kai Steffen, Dozent am Pädagogisch-Theologisches Institut der Evangelischen Kirche im Rheinland und Experte für Konfirmandenarbeit, erläutert im "Augenblick mal!"-Beitrag, wie sich dieses kirchliche Arbeitsfeld wandelt.

„Das zeigt sich schon in dem Wort, früher hieß es Konfirmandenunterricht: Der eine Pfarrer, die eine Pfarrerin unterrichtet, mit Arbeitsblättern und Auswendiglernen, an den Tischen die Jugendlichen. Heute heißt es Konfirmandenarbeit, das heißt man arbeitet gemeinsam, man guckt, was man gemeinsam lernen, erleben und erfahren kann in den Gemeinden. Das kann auch außerhalb des normalen Unterrichtsraums stattfinden.“

In vielen Kirchengemeinden führen Teams die Konfi-Arbeit durch. Neben dem Pfarrer oder der Pfarrerin sind dann auch Jugendleiter und Ehrenamtliche eingebunden. Oft sind die Ehrenamtlichen Jugendliche, die wenig älter als die Konfis sind, und dadurch nah dran sind an deren Themen. Für diese Teams bietet Kai Steffen besondere „Mitarbeiterschulungen“ an.

Informationen finden Sie hier. (Und dann weiter: Arbeitsbereich Konfirmandenarbeit. Viele Konfi-Teamer haben sich auch in einer Facebook-Gruppe zusammengeschlossen.)

Donnerstag, 22.10.2015